Goethe ab sofort nicht mehr ohne Blasmusik vorstellbar

Vorgezogene Geburtstagsveranstaltung fürs Genie verlief wieder auf hohem Niveau. Rund 50 Gäste erlebten einen wundervollen Sommerabend

Der Geburtstag des Dichters Johann Wolfgang von Goethe am 28. August wird in Bad Sulza jährlich auf besondere Art und Weise begangen. Am Samstag zogen Kunstverein Apolda Avantgarde, Hotel an der Therme und Wirtschaftsfördervereinigung Apolda-Weimarer Land unter Regie von Ideengeber Micky Remann die Feier vor. Unter der Überschrift „Goethe und die Blasmusik“ ging es auf originelle Weise um werk­bezogene Verbindungen (Dichtung und Wahrheit) des Genies zu dieser Art des Musizierens.

Pünktlich zur besten Tagesstunde begann also für rund 50 Gäste am Samstag 17 Uhr das 16. Sommerfest anlässlich des 270. Wiegenfestes von Goethe. Man traf sich bei milden spätsommerlichen Temperaturen. Unter den Gästen herrschte eine fröhliche Stimmung. Darunter waren Mitglieder der genannten Vereine, obendrein eine Reihe von „Spontangästen“ aus der Region, ebenso Weitgereiste. Zugegen war auch der Literaturwissenschaftler Enrico Ganni. Für die musikalische Gestaltung war eigens ein hernach exzellent spielendes Goethe-Blas-Ensemble der Weimarer Musikhochschule Franz Liszt begründet worden.

Nicht zuletzt gehören zu geistigen Genüssen auch leibliche. Für diese war mit dem erlesenen Büfett dank ausgewählter, hochwertiger italienischer Speisen vom Hotel an der Therme Bad Sulza wiederum bestens gesorgt. Durch einen „Wissensblock“ über historische Besonderheiten im Leben Goethes und einer gemeinschaftlichen konzertanten Inszenierung mit dem Blas-Ensemble und den Gästen wurde dem Publikum im Programm einiges abverlangt. Micky Remann belohnte den Wettstreit mit „konservierter“ auf Original-Kassetten beruhender Musik aus 25 Jahren Liquid-Sound.

Das Programm, bestehend aus Musik, Wissensquiz und literarischem Vortrag, war überaus kurzweilig. Die Lasershow untermalte die tolle abendliche Stimmung rund ums Goethe-Gartenhaus. Fazit dieses wundervollen Abends: Kunst und Essen waren einfach grandios. Besonders erwähnenswert ist Folgendes: Eine ausgewiesene Kennerin der Materie, die Studienleiterin i. R. vom Goethe-Gymnasium in Frankfurt am Main, Marita Hofmann, die an der Goethe-Hommage teilnahm, bestätigte den Ansatz des Mottos: „Ab jetzt ist es nicht mehr möglich, sich Goethe ohne die Blasmusik vorzustellen.“ – Ein schöneres Lob kann es wohl nicht geben.

Der Kunstverein initiierte die Veranstaltungsreihe ab 2004. Dazu stieß die Wirtschaftsfördervereinigung. Derzeit lässt sich sagen, dass die Vereine ein weiteres Sommerfest mit dem Charakter der „Goetheehrung“ veranstalten wollen, sie somit 2020 wieder Partner sind. Ein Dank ging an die Sparkasse für die Förderung des Festes.

Goethe Gartenhaus Sommerfest der Apolda Avantgarde e.V. | Thema: „Goethe und Winnetou“

Hier gibt’s einen Bericht von Landeswelle Thüringen dazu!

Und hier einen Rückblick in der Thüringer Allgemeinen.

Salve TV hat auch gefilmt. Hier geht’s zum Beitrag.

Rückblick Sommerfest 2017 anlässlich des 268. Goethegeburtstages.

Wie in jedem Jahr, wurde pünktlich um 17.00 Uhr am Vorsamstag des 268. Geburtstages von Johann Wolfgang von Goethe im Park des Goethegartenhauses 2 in Bad Sulza die Schar der Gratulanten willkommen geheißen. Diese waren zum 14. Mal die Mitglieder des Kunstvereins Apolda Avantgarde e.V.. Gemeinsam mit dem Wirtschaftsförderverein Apolda – Weimarer Land wurde an dem lauen Sommerabend ein unterhaltsame und humorvolle Stunden genossen. Die Apolda Avantgarde als Veranstalter konnte zu ihrem Sommerfest, unter dem Motto „Goethes Lied von der Glocke“, mehr als 60 Gäste begrüßen. Das Hotel an der Therme Bad Sulza sorgte für eine einladende Optik unter dem Sommerzelt im lauschigen Garten neben dem Goethegartenhaus 2 und überzeugte mit einem Buffet voller kulinarischer Köstlichkeiten und wunderbaren regionalen Weinen. Für die themenbezogene Moderation und Rezitation sorgten Micky Remann und Andreas Max Martin, die in einem niveauvoll spritzigen und literarischen Schlagabtausch den Beweis ergründeten, was der große Dichterfürst über die Glocke gesungen und gesagt hat bzw. hätte singen und sagen können. Das Publikum konnte auf den aus dem Jahr 2003 eingesetzten Weltglocken – Heizungsrohr – Instrumenten Goethes Gedicht „Gefunden“ musikalisch begleiten. Der Abend wurde durch die Apolda Bell Big Band mit ihrer Sängerin Marietheres Schneider, die bereits auf  großer Bühne zum 5. Weltglockengeläutes mit ihrer Musik überzeugten, musikalisch umrahmt. Chris Lang sorgte mit dem Spiel auf seinem Pandrums für eine stimmungsvolle Tischbegleitung und nach Einbruch der Dunkelheit bot die Lasershow in und um den Garten einen beeindruckenden visuellen Abschluss des Abends, der auch trotz einem zwischenzeitlich beängstigten Gewitterguss nicht für den Abbruch der Geselligkeit unter den Gästen sorgte.

Ein großes Dankeschön allen Beteiligten und Förderern und auf ein Wiedersehen zum 269. Goethegeburtstag am 25. 08.2018 in Bad Sulza.

Der Kunstverein Apolda Avantgarde und die Mitarbeiter des Kunsthauses waren bei der Museumsnacht des Landkreises Weimarer Land am 25.Mai 2019 mit einem vielfältigen Angebot  dabei.

Eingeladen wurde zum Besuch der aktuellen Ausstellung „Peter August Böckstiegel – ein westfälischer Expressionist“ mit einer Führung.

Auf den Spuren dieses Malers entstanden am Nachmittag Blätter von Geflechten, Blumenwiesen oder Dickichte, die durch den Grafiker E.C. Engelmann im Außenbereich des Hauses angeleitet und betreut wurden. Das Angebot für die kleinen Gäste des Kunsthauses erfreute sich großer Resonanz.

Der Höhepunkt war am Abend eine Benefiz – Kunstauktion, durchgeführt vom Leipziger Auktionator und Galeristen Dr. Michael Ulbricht. „Unter den Hammer“ kamen Gemälde, Zeichnungen und Grafiken der „Leipziger Schule“ und anderen internationalen Künstlern, wie Hanna Höch, Marc Chagall oder Joseph Beuys. Für die Gäste und die Programmgestalter war diese Museumsnacht wieder ein großer Erfolg.

Neues Projekt des Kunstvereins im Bauhausjubiläumsjahr mit der Universität Erfurt

Der Kunstverein führte mit der Universität Erfurt im Bauhaus – Jubiläumsjahr 2019 ein Projekt mit Studenten der Ausbildungsrichtung Grundschulpädagogik durch. Das Projekt wurde an der Staatlichen Grundschule „Am Schötener Grund“ Apolda, ein Kooperationspartner unseres Vereins, durchgeführt. Unter Anleitung von Frau Gabriele Fächer, Lehrbeauftrage der Universität und Vereinsmitglied, erarbeiteten die Studenten kindgerechte Aufgaben in der Kunstvermittlung und realisierten diese mit der „Rabengruppe“ der Grundschule außerhalb des Unterrichtes. Herausgekommen sind mehrer Teilergebnisse.

Ein „Mechanisches Ballett“ aus der Bauhauszeit, „Brettspiele in Bauhausformen“, ein Hausbau im Bauhausstil“ und „Autos zm Spielen und zum Fahren“. Das Spiel war ein wichtiger Aspekt des Bauhauses. An vier Nachmittagen im Februar 2019 wurde angeleitet, gebastelt und fertiggestellt, was die Grundschulkinder in eigenen Ideen entwickelten. Die Ergebnisse der experimentellen Auseinandersetztung können in der Grundschule angesehen werden.

Die Veranstalter, der Kreis Weimarer Land und der Kunstverein Apolda Avantgarde e.V., haben erstmals ein  kunstpädagogisches Projekt mit ausgewählten, interessierten Partnerschulen des Kreises entwickelt. Für die Schulklassen wurden unter museumspädagogischer Betreuung Führungen durch die Ausstellung angeboten. Die anschließende praktische Vertiefung erfolgte durch eine unterrichtsbegleitende und außerunterrichtliche Arbeit in den Klassen. Dabei bot dieses neue Vermittlungsformat den SchülerInnen die Auseinandersetzung mit Kunst, Farbe und Fläche als Lernbereich an. Eine Auswahl der künstlerischen Arbeiten der Schüler wird in der Stadt-, Kreis- & Fahrbibliothek zu sehen sein.

Partnerschulen des Projekts:
Staatliche Grundschule Herressen-Sulzbach
Grundschule „G. E. Lessing“ Apolda
Regelschule „Werner Seelenbinder“ Apolda
Staatliche Regelschule Wormstedt
Gymnasium Bergschule Apolda

Projektbegleitung:
Theresa Berger
Elke Heinemann
Nadine Steinacker

Künstlerische Betreuung:
E.C. Engelmann
Silvia Hädicke
Robert Kollatz
Gabriele Müller – Hollenhorst

Download Flyer
Download Bericht in der Thüringer Allgemeine

Kunstreise 2019 nach Worpswede war eine Reise auf die „Insel des Schönen“

38 Mitglieder und Freunde des Kunstvereins reisten im Mai 2019 für drei Tage nach Worpswede. Es war eine naheliegende Entscheidung, gab es doch 1998 und 2015 in Apolda Ausstellungen von Werken dieser Künstlerkolonie des 19. Jahrhunderts.

Auf dem Programm stand ein geführter Spaziergang durch Worpswede, man lauschte  „Worpsweder Friedhofgeschichten“, es gab Führungen durch die Künstlerhäuser und ein Jeder durfte mit dem eigenen Skizzenblock durch die Landschaft ziehen. Ein kleines Orgelkonzert in der Zionskirche und ein nachmittäglicher Besuch in Bremen rundeten die Reise ab. Abends traf man sich bei regionalem Essen und einem guten Glas Wein. Allen Teilnehmern ist dieses wunderbare Wochenende in lebhafter Erinnerung. Die Bilder sprechen für sich, denn jeder erinnert sich sehr gern an die sehr informative, harmonische und aktionsreiche Reise.


Der Kunstverein Apolda Avantgarde e.V. unternimmt seit 2004 jährlich eine Kunstreise zu attraktiven Museums- und Ausstellungsorten. Dieses Angebot ist als Tages-  oder Wochenendreise fester Bestandteil des Vereinslebens. Im Programm steht eine Mischung von namhaften Kunstausstellungen und kulturell, historisch-örtlichen Sehenswürdigkeiten.

Die Geschichte und das Kulturerbe anderer Städte und Regionen wird genauso anspruchsvoll angeboten, wie klassische Ausstellungen.

Zu den Zielen der Exkursionen zählte:

  • Hauptstadt Berlin mit dem Besuch der MOMA – Ausstellung
  • Meisterhäuser in der Bauhausstadt Dessau
  • Schweinfurt – Museum Georg Schäfer
  • Dresden – Von Monet bis Modrian – Meisterwerke der Moderne
  • Leipzig – Museum für Bildende Kunst
  • Chemnitz – Gunzenhauser Museum
  • Wertheim – Berliner Secession
  • Quedlinburg – Feiningermuseum
  • Schmalkalden – Landesgartenschau und Atelierbesuch Harald Reiner Gratz
  • Wochenendaufenthalt in Murnau und Kochel mit dem Gabriele Münter –  Haus oder Franz – Marc –Museum.
  • Wittenberg – Panorama Luther 1517
  • Potsdam
  • Worpswede & Bremen

 

 

Apoldaer Weltglockengeläut

Apoldaer Weltglockengeläut | 05.08.2017, 19:30 – 22:00 Uhr | Apolda, Bühne der Landesgartenschau

Es ist soweit!

Nach 1999, 2003, 2007 und 2012 findet am 5. August das 5. Apoldaer Weltglockengeläut statt. Die Entfernung zwischen prominenten Apoldaer Glocken aus vier Himmelsrichtungen wird mit Bildern, Klängen und neuen Medien überbrückt. Vor den Augen der Besucher in Apolda laufen alle Fäden zusammen, von hier wird das Weltglockengeläut per Livestream auch im Internet übertragen.

Die Hommage an die Tradition der Apoldaer Glockengießer ist einer der Höhepunkte des Landesgartenschauprogramms. Mit Live-Schaltungen zu Glocken aus vier Himmelsrichtungen: Kotagiri, Indien, vertritt den Osten, ein Glockenspiel in Sandefjord, Norwegen, steht für den Norden und Bangkok, Thailand, für den Süden. Mit welchen Glocken der Westen vertreten wird ist noch offen. Dazu gibt es Live-Musik auf der Bühne mit den „Apolda Bell All Stars“ unter der Leitung von Ludger Nowak.

Das Apoldaer Weltglockengeläut wird vom Medienpartner Salve.tv. in Ton und Bild weltweit übertragen und kann im Internet überall live empfangen werden. Der Link: http://original.livestream.com/salveworld

Regie beim 5. Weltglockengeläut führt wie in den Vorjahren der Medienkünstler Micky Remann. Er leitet durch die Veranstaltung zusammen mit der Moderatorin und Schauspielerin Lena Liberta.

Ob live in Apolda oder via Internet irgendwo auf der Welt – Fans und Freunde der internationalen Glockenkultur sollten sich für den 5. August erst einmal nichts anderes vornehmen!

Zum Besuch der Veranstaltung in Apolda ist ein Ticket für die Landesgartenschau erforderlich.

Weitere Informationen: www.apoldaglocken.de
und www.facebook.com/ApoldaWeltglocken/

Feininger-Schüler-Pleinair

Thüringen, das grüne Herz Deutschlands verzaubert seit jeher unzählige Reisende und Besucher mit seiner herrlichen Naturkulisse und überzeugt mit seinem ländlichen Charme. So fand auch Lyonel Feininger inmitten des Freistaates diejenigen Motive, die ihn Zeitlebens begleiteten. „Weimarer Land ist Feininger Land“. Hier hat er sein Skizzenbuch gefüllt, aus dem er bis zum Ende seines Lebens Anregungen für seine Werke entnahm.

Ein Großteil der Orte des Landkreises ist dadurch Teil des Werksverzeichnisses von Feininger geworden. Ölgemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Holzschnitte u. a. von Mellingen, Umpferstedt, Kromsdorf, Zottelstedt, Oberreißen, Klettbach, Hopfgarten, Niederzimmern, Großschwabhausen, Vollersroda und Gaberndorf hängen heute in vielen Museen und Galerien der Welt und zeugen von dem engen Verhältnis Feiningers zum Weimarer Land. Feininger verband eine Art Seelenverwandtschaft mit diesen Orten. Jene innige Beziehung Feiningers mit unserer idyllischen Heimat soll auch den kommenden Generationen nicht vorenthalten bleiben.

Seit 1989 findet daher das Feininger-Schüler-Pleinair auf den Wiesen, Höfen und Plätzen der Gemeinde Mellingen statt und läd alljährlich Schüler und Schülerinnen dazu ein der Naturverbundenheit des Bauhaus-Meisters nachzuspüren.

Das Pleinair hat sich im Laufe der Jahre zu einer vielbeachteten künstlerischen Aktion für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren entwickelt. Die Kinder und Jugendlichen bekommen dort die Gelegenheit, sich kreativ mit dem Werk und dem Wirken Lyonel Feiningers auseinanderzusetzen. Unter freiem Himmel haben die Teilnehmer/innen die Möglichkeit die verschiedensten künstlerischen Stationen zu durchlaufen und ihre Kreativität zu entfalten.

Kunstpause

Die Kunstpausen wurden für unsere Mitglieder ins Leben gerufen, um sie durch die aktuelle Ausstellung im Kunsthaus Apolda Avantgarde zu führen. In einer Abendveranstaltung gibt es Gespräche mit Kuratoren oder Kunstwissenschaftlern. Darüber hinaus laden persönliche Dialoge ein, sich über Kunst, Kultur oder Künstler auszutauschen.

Diese seit 2012 angebotene Veranstaltungsreihe erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Die lockere Atmosphäre trägt dazu bei, Kunstinteresse weiter zu wecken, zu erweitern sowie Kontakte zu knüpfen.

Die Kunstpause findet immer an einem Mittwoch von

18.00 Uhr bis 19.30 Uhr im Kunsthaus statt.  Dazu werden die Mitglieder ein bis zwei Wochen davor eingeladen.